Das Veranstaltungsprogramm in der ÖBZ-Anlaufphase wurde von der Geographin Veronika Bräse im Rahmen einer Dissertationsarbeit begleitet und evaluiert. Sie analysierte die Programmstruktur und führte eine umfangreiche Besucherbefragung durch. Darüber hinaus befragte sie Dozenten, Kooperationspartner und Mitarbeiter des ÖBZ. Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Frage, wie Umweltbildungseinrichtungen es schaffen können, in einer Stadt oder Region Fuß zu fassen. Die umfangreiche Auswertung zeigt die Entwicklung in den ersten eineinhalb Betriebsjahren des ÖBZ auf, analysiert die Besucherstruktur und die Einbindung in Netzwerke und diskutiert fördernde und hemmende Faktoren für eine regionale Verankerung. Das ÖBZ wird in einen überregionalen Zusammenhang gestellt und im Vergleich zu anderen Anbietern im unmittelbaren Umfeld, in Bayern und in ganz Deutschland betrachtet.
Seit September 2001 bietet das Münchner Umwelt-Zentrum im ÖBZ ein umfangreiches Schulklassenprogramm zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen an, das jährlich steigende Besucherzahlen verzeichnen kann. Im Rahmen einer breit angelegten Evaluation wird zur Zeit untersucht, worin die Qualität des Schulklassenprogrammes liegt und in welchen Bereichen es verbessert werden kann. Dazu werden die SchülerInnen, die LehrerInnen und die DozentInnen, die das Programm durchführen, schriftlich befragt. Die Befragungsmethoden sind auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt. Ein großes Anliegen dabei ist es, auch die SchülerInnen (ab der 1. Klasse) auf adäquate Art und Weise zu Wort kommen zu lassen. Dazu wurden spezielle, kindgerechte Methoden entwickelt. Nach Vortests im Frühjahr 2004 erstreckte sich der Befragungszeitraum von September 2004 bis Mai 2005. Die Auswertung wird im Herbst 2006 vorliegen.
