Ausgehend von dem Arbeitskreis ‚Freiflächengestaltung’ bildete sich im Frühjahr 2002 eine eigenständige Experimentiergarten-Gruppe. Fachlich begleitet durch einen Landespfleger, wurden Ideen für den Garten erarbeitet und ein Gestaltungsplan entwickelt. Ziel ist dabei die Entwicklung und Betreuung eines öffentlich zugänglichen Gartens, in dem außergewöhnliche Wege der Gartengestaltung und –pflege ausprobiert und gezeigt werden.
Die stark selbstorganisierte Gruppe hat dazu ein Konzept mit 16 Themenbereichen entwickelt, z.B. Schmetterlings- und Duftgarten, Kräuter- und Trockengarten, sowohl städtische Ruderalvegetation und Steingarten als auch Gemüsebereiche mit alten Sorten und Wildgemüse. Der gruppendynamische Prozess führt dazu, dass dieses vorhandene Konzept immer wieder überarbeitet und weiterentwickelt wird. Neue Themenbereiche entstehen, alte werden verändert oder komplett umgestaltet. Daher sind bei allen Mitwirkenden auch Kompetenzen wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit oder vernetztes Denken gefragt.
Anregungen und Anstöße erhält die Gruppe nicht nur durch die gemeinsame Arbeit, sondern auch durch gezielte Ausflüge zu inspirierenden Orten oder der gemeinsamen Verwertung von Ernteerträgen.
Dieses Beispiel zeigt sehr gut die sozialen und kulturellen Aspekte, die das ÖBZ durch das Leitbild und die konkrete Bildungsarbeit anstrebt.