Junge Menschen in benachteiligten Lebenslagen, die im Kontext der Erziehungshilfen betreut werden, sind besonders stark von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen. Dennoch haben sie bisher wenig Berührungspunkte mit Nachhaltigkeitsthemen und werden mit BNE-Angeboten häufig schwer erreicht. Dies liegt zum einen daran, dass bestehende Ansätze wenig Bezug zu den Lebensrealitäten dieser Zielgruppe haben. Zum anderen stehen Fachkräften in der Erziehungshilfe keine auf ihre Arbeitssettings übertragbaren Modelle zur Verfügung. In der Folge fehlen diesen jungen Menschen Möglichkeiten, ihr Verhältnis zur Nachhaltigkeit zu reflektieren und ihre Interessen in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen.
Ziel dieses Projektes ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie mit jungen Menschen in Jugendhilfesettings Nachhaltigkeitsthemen behandelt und Bezüge zur Lebenswelt der jungen Menschen hergestellt werden können. Es wird von der Euro-Trainings-Centre gGmbH in Kooperation mit dem Münchner Umwelt-Zentrum e.V. in enger Abstimmung mit der Fachstelle BNE und der BNE-Koordinierungsstelle für den non-formalen Bildungsbereich Kinder/Jugend der Landeshauptstadt München von Mai 2026 bis April 2028 umgesetzt. Zentral dabei: In allen Projektphasen – der Erarbeitung des Ausgangskonzepts, der modellhaften Umsetzung dieses Konzepts und der abschließenden Überarbeitung – sind sowohl junge Menschen selbst, als auch Fachkräfte in der Jugendhilfe aktiv mit ihren jeweiligen Expertisen und Perspektiven beteiligt. So entsteht ein Modell, das mit Hilfe von flankierenden Projektergebnissen und Handlungsempfehlungen in weitere Jugendhilfekontexte übertragen werden kann.