Als mobile Begrünungsmaßnahme bieten Hochbeet gerade im
verdichteten Siedlungsbereich attraktive Möglichkeiten. Meist werden Hochbeete
mit nährstoffreichem Substrat gefüllt und mit üppig wachsenden Arten wie
Sommerblumen und Gemüse bepflanzt, die in kurzer Zeit eine prächtige Optik
erzielen. Diese Arten müssen aber auch viel gegossen werden, was in heißen,
trockenen Sommern zum Problem werden kann - besonders dann, wenn die Beete an
öffentlichen Plätzen oder in Schulhöfen stehen, wo sie nicht ständig bewässert
werden können wie auf dem Privatbalkon.
Es gibt aber auch heimische Arten, die mit diesem Hitze- und
Trockenstress besser zurechtkommen und weniger Wasser und Pflege benötigen als die
übliche Hochbeet-Bepflanzung. Als heimische Pflanzen sind sie für
nahrungssuchende Insekten besonders interessant und daher auch ein wichtiger
Beitrag zur Förderung der Biodiversität.
In der richtigen Kombination bietet die sogenannte Magerrasenvegetation
eine attraktive Optik. Manch seltener Art ist uns gar nicht bekannt und kann im
Hochbeet aus einer neuen Perspektive kennengelernt werden – neben den vielen
Insekten, die sich hier einfinden werden.
Wir haben folgende Arten für den vollsonnigen Standort
ausgewählt:
- Edelgamander (Teucrium chamaedrys)
- Hornklee (Lotus corniculatus)
- Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia)
- Karthäuser Nelke (Dianthus carthusianorum)
- Quendel (Thymus pulegioides)
- Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
- Schafschwingel (Festuca ovina)
- Skabiosenflockenblume (Centaurea scabiosa)
- Staudenlein (Linum perenne)
- Taubenskabiose (Scabiosa columbaris)
Unser Hochbeet ist für Rollstuhl-Fahrer*innen konzipiert und
kann an einer Seite unterfahren werden. Dadurch entsteht partiell eine flache
Substratschicht, in der nur Trockenheits-Spezialisten gedeihen können.
Diese Biodiversitätsmahme entstand 2025/26 im Rahmen des vom BfN geförderten Projekts "BioDivHubs - Biodiversität ins Quartier".