Brunnenplatz vor dem ÖBZ

Zu einem Garten gehört neben den Pflanzen auch das Element Wasser. Daher gibt es direkt beim Themengarten „Nachwachsende Rohstoffe" auch einen Brunnenplatz.
Im April 2008 haben interessierte BürgerInnen in einer moderierten Planungswerkstatt die Rahmenbedingungen für die Gestaltung dieses Platzes entwickelt. In einem anschließenden,  studentischen Ideen- und Realisierungswettbewerb an der Fachhochschule Weihenstephan, Fachbereich Landschaftsarchitektur, entstanden mehrere Entwürfe, die öffentlich im ÖBZ vorgestellt und bewertet wurden. Der Siegerentwurf ging zur Überarbeitung mit vielen Anmerkungen der Bürger- und Bürgerinnen zurück an die Studenten. Herzstück dieses Entwurfs war ein rechteckiges Brunnenbecken mit einer Windenergiesäule in der Beckenmitte. Drei weitere Säulen waren als Trinkwasserspender und für den Schlauchanschluss vorgesehen. Eine Wasserwand schloss den Platz nach Süden ab. Im Rahmen der anschließenden Detailplanung hat sich allerdings gezeigt, dass aufgrund umfangreicher Regelungen zum Umgang mit Wasser und diverser Unfallverhütungsvorschriften auf das große Wasserbecken verzichtet werden muss.

Die neue Planung mit drei Stelen aus Corten-Stahl ist das Ergebnis eines Planungsprozesses, in dem die Platzgestaltung mit den zu beachtenden Vorschriften und den Rahmenbedingungen aus der Planungswerkstatt zusammengeführt worden ist.
Der Metallkünstler Harald Schreyegg hat gemeinsam mit Auszubildenden des Berufsbildungswerks Hören und Sprache in der Musenbergstraße die drei Säulen gefertigt und errichtet. Herzstück ist der sich im Wind drehende blaue Rotor in der Platzmitte. Der hier eher stilisierte Savonius-Brunnen weist auf handwerklich einfach zu bauenden, mit Wind betriebene Pumpanlagen hin, wie sie in wasserarmen Ländern der südlichen Halbkugel häufig aus halbierten Metalltonnen, die als Windradblätter gegeneinander zusammen geschweißt werden. Mit Hilfe des Windantriebs wird Grundwasser an die Oberfläche gepumpt. Diese Brunnenstele soll die Bedeutung des Trinkwassers, welches in vielen Ländern ein rares Gut ist, symbolisieren.
An den beiden kleineren Stelen kann über Druckknopfanlagen Wasser zum Trinken oder zum Bewässern der Gartenflächen bezogen werden.
 
Da nicht alle Elemente zeitgleich errichtet werden konnten, war die Umsetzungsphase auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Der Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern, in der Platzgestaltung das Element Wasser aufzugreifen und diesen mit Sitzmöglichkeiten sowie einem Schatten spendenden Baum zu versehen, konnte Ende 2012 durch die Garten- und Landschaftsbaufirma Richter aus Kranzberg umgesetzt werden.