Klimaherbst 2016



In 2016 lautete das Thema für den 10. Münchner Klimaherbst
"Cool bleiben, auf geht's!" - Gemeinsam handeln für den Klimaschutz
 
 
Da ein wichtiger Aspekt im ÖBZ das gemeinsame Handeln ist, wurde das Thema in verschiedenen Veranstaltungen, die Anregungen für den Alltag bieten, aufgegriffen.
 
Während der gesamten Klimaherbst-Zeit war die Ausstellung „KLIMA FAKTOR MENSCH" des Landesamts für Umwelt im ÖBZ zu besichtigen. An den meist interaktiven Stationen geht es in der Ausstellung um Fragen, wie „Hat der Klimawandel unsere Heimat schon verändert?",  „Wie sieht ein klimafreundliches Frühstück aus?",  „Wie kann ich meinen inneren, klimaunfreundlichen Schweinehund besiegen" und andere mehr. Die Besucherinnen und Besucher konnten bei der Besichtigung Antworten und Impulse für weiteres Diskutieren und Handeln bekommen.
 
Was hat regionales Bio-Essen mit Klimaschutz zu tun? Der Geschäftsführer von TAGWERK e.V., Dr. Michael Rittershofer, am 19. Oktober erläuterte die Auswirkungen der Lebensmittelherstellung auf das Klima. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Art der Bewirtschaftung und der Transport der Lebensmittel zum Verbraucher gelegt. Außerdem gab es Tipps, wie die eigene Ernährung ausgerichtet werden kann, um sich möglichst klimaschonend zu verhalten.
 
Am Klimasonntag am ÖBZ am 23. Oktober wurden weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir aktiv für den Klimaschutz handeln können: 
Das Soja-Projekt „1000 Gärten", bei dem das ÖBZ ein Projektpartner ist, wurde vorgestellt. Dabei wurde das Feld gezeigt, die Anbaubedingungen erläutert und dann Anwendungen vorgeführt. 
 
    Reife Sojabohnen der diesjährigen Ernte   Zerkleinern der Bohnen für Sojamilch   Auspressen der Sojamilch
 
Im Themengarten nachwachsende Rohstoffe wird getestet, was für einen nachhaltigen und regionalen Sojaanbau erforderlich ist um damit zu zeigen, wie auch bei uns ein Zeichen gegen weltweite Monokulturen gesetzt werden kann. Es ist ein Beispiel dafür, dass Soja für die Fleischproduktion und als vegetarische Alternative bei uns erzeugt werden und die biologische Vielfalt bereichern kann. In einer praktische Anwendung zeigte Frauke Feuss, wie aus den geernteten Sojabohnen eigene Sojamilch hergestellt werden kann. 
 
Das Haltbarmachen durch Dörren und Trocknen von Obst und Gemüse kann mit Sonnenkollektoren klimafreundlich gestaltet werden. Im Workshop „Luftkollektor für die ÖBZ-Gärten" stellte Thomas Schmalschläger verschiedene Bauarten mit ihren Vor- und Nachteilen vor und erläuterte, wie ein funktionsfähige Solartrockner im Garten eingesetzt wird. In der nächsten Saison wird der Trockner in den ÖBZ-Gärten zur Anwendung kommen.
 
 
 
 
Die Autorin Ulrike stellte in ihrem Handbuch „Handbuch Permakultur" vielseitige Möglichkeiten vor, wie in einem größeren Garten oder auf kleinen Flächen in Stadt ein essbares Paradies für Selbstversorger entstehen kann. Diese kleinen Oasen können vielen Wildkräutern und Tieren einen wertvollen Lebensraum bieten und darüber hinaus auch das Klima in der Stadt positiv beeinflussen. Die vollbesetzte Lesung zeigte, wie groß das Interesse der Münchener Bürgerinnen und Bürger an neuen Konzepten zur Selbstversorgung ist. der war bis auf den letzten Platz besetzt.
 
Während des Klimasonntags war auch das ÖBZ-Sonntagscafé geöffnet, in dem die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen die Besucherinnen und Besucher mit leckeren Kuchen mit Zutaten aus biologischem Anbau und fairem Kaffee versorgen. Das Café ist ein Beispiel dafür, dass die Nachhaltigkeit der Produkte auch für Kuchen und Getränke stehen kann. Durch die ehrenamtliche Organisation des schon seit Jahren bestehenden Projekts können auch die Preise niedrig gehalten werden. Die Besucherinnen und Besucher können bei solchen Gelegenheiten das ÖBZ auf entspannte Art kennenlernen und mit den selbst gebackenen Kuchen auch kulinarische Entdeckungen machen.
 
Das ÖBZ war auch an anderen Orten im Münchner Klimaherbst beteiligt:
Beim Think Tank des Klimaherbstes am 8. Oktober in der alten Kongresshalle griff das ÖBZ Thema "Wie viel Klima steckt im Kaffee? - So gut schmeckt Klimaschutz ganz praktisch auf. Am Infostand konnten interessierte Besucherinnen und Besucher beispielhaft den Klimabeitrag ihres täglichen Kaffeekonsums bestimmen und ihren persönlichen Klimarucksack packen. Dessen Gewicht schwankte je nach verwendeter Kaffeesorte und Zubereitungsart immerhin zwischen 7 kg (Wasserkocher und Frenchpress/Filter) und 25 kg (Verwendung fertiger Kapseln mit Umverpackung).
 
Bei der Veranstaltung "Auf geht's -wir fangen an!" - So kann Klimaschutz gelingen  im Gasteig am 17.Oktober standen im Vortrag von Dr. Kora Kristof vom Umweltbundesamt die Hemmnisse und Erfolgsfaktoren für ein wirkungsvolles bürgerliches Engagement im Fokus. Im Anschluss stellte Dr. Wolfgang Christl die Ausbildung zum Elektromobilitätsberater/in vor.  Anhand von vier Projekten zum Einsatz von Elektromobilität im Münchner Kleingewerbe wurden günstige und hindernde Faktoren für eine rasche und flächendeckende Umstellung der beruflichen Mobilität identifiziert.
Die interessanten Beiträge dieser Veranstaltung wurden von den Autoren freundlicherweise zur Verfügung gestellt und sind hier unter Wahrung ihrer Urheberrecht als Download zugänglich: