Zielsetzungen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Elementarbereich

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und unseren natürlichen Lebensgrundlagen ist vor dem Hintergrund der weltweiten ökologischen Veränderungen von ganz zentraler Bedeutung. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leistet hier bereits bei kleinen Kindern einen sehr wichtigen Beitrag, denn sie berührt viele Lebensbereiche,von der Naturbegegnung über Gesundheit und Werthaltungen bis hin zu Konsum- und Freizeitverhalten. BNE im Elementarbereich beginnt mit der unmittelbaren Naturbegegnung, mit dem Erleben von Pflanzen und Tieren. Die Beschäftigung mit Naturmaterialien regt die kindliche Kreativität und Fantasiean und zeigt den Kleinen zugleich exemplarisch vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten ihrer direkten Umweltauf. BNE beschäftigt sich jedoch auch schon bei den Kleinsten mit dem Selbstverständnis des Menschen in seinem Verhältnis zur Um- und Mitwelt.

Mit dem Beantworten dieser Fragen nimmt dieses Konzept ganz gezielt unsere Werthaltungen in den Blick. Denn wir alle, ob Kinder oder Erwachsene, sind von den Wechselwirkungen unseres Tuns mittel- oder unmittelbar betroffen. Erwachsene tragen hierbei Verantwortungin zweierlei Hinsicht: Soweit es möglich ist, schützen sie die Kinder vor Schäden, die auf Umweltbelastungen zurückzuführen sind. Zum anderen zeigen sie Kindern, dass es sich lohnt und Spaß macht, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Die Fähigkeiten und Kompetenzen von Kindern für einverantwortungs bewusstes Mitgestalten der Gegenwart und Zukunft zu fördern, muss unser oberstes Bestreben sein. Dieses grundlegende Ziel der BNE ist auch im aktuellen Bildungsplan des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes ausdrücklich benannt.

Das Kind lernt also zunächst, die Umweltmit allen Sinnen zu erfahren und sie als unersetzlich und verletzbar wahrzunehmen.Daraus entwickelt es ein ökologisches Verantwortungsgefühl und bemüht sich, auch in Zusammenarbeit mit anderen, die Umwelt zu schützen und sie für nachfolgende Generationen zu bewahren.

In der Durchführung unserer ÖBZ-Programmangebotes setzen wir stark auferlebnis- und handlungsorientierte Bausteine. Unsere qualifizierten und erfahrenen Dozentinnen und Dozenten veranschaulichen die Themen durch sinnliches Erkunden, kreatives Gestalten, einfaches Experimentieren und spielerisches Ausprobieren. Sie bieten Freiraum für selbstständiges Erforschen,zeigen Zusammenhänge auf und führen an vernetztes Denken heran. Die Kinder werden in ihrer Entdeckungslust unterstützt, erfahren Neues, begreifen Zusammenhänge und werden zu kreativen, problemlösenden Überlegungen angeregt. Teamarbeiten fördern dabei soziale Kompetenzen, bieten individuellen Entfaltungsspielraum und ermöglichen eigenständige Lernerfahrungen. So können die Heranwachsenden ihre eigenen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen erkennen, hinterfragen und diskutieren.

Dies bildet die Ausgangsbasis, um sich gemeinsam mit anderen – an der eigenen Lebenswelt orientierend – aktiv und tatkräftig für eine gerechte und zukunftsfähige Welt einzusetzen.

 
Mehr über unsere pädagogischen Ansätze erfahren Sie in unserem „Pädagogisches Konzept des Münchner Umwelt-Zentrums e.V.".